Wie wichtig ist das Money Management als professioneller Trader?

Gerade Börsenneulinge haben noch nie etwas von Money Management gehört und agieren dementsprechend auf den Finanzmärkten sehr unglücklich. Oft kann dieses Verhalten nur mit einem Kopfschütteln begutachtet werden. Laien tendieren oft dazu Aktien auf gut Glück zu kaufen oder Vertrauen auf irgendwelche Tipps die sie aufgeschnappt haben.

Dies endet meist in einem Verlust, welcher im Prinzip erst einmal nicht unbedingt etwas Negatives ist, da so etwas jedem passieren kann. Allerdings ist gerade das Verhalten bei so einem Verlust fatal.

Es wird sich oft an die Aktie geklammert und gehofft, dass diese irgendwann noch einmal steigt. Allerdings gilt in den meisten Fällen die Regel, dass Aktien die fallen weiter fallen und Aktien die steigen weiter steigen.

Diesem Verhalten kann man allerdings vorbeugen indem man sich ausgiebig mit dem Thema Money Management auseinandersetzt.

Was ist Money Management?

Das wichtigste beim Spekulieren an der Börse mit Aktien ist die Fassung zu behalten und seine Emotionen unter Kontrolle zu haben. Das Thema Money Management mit dem Thema Geld und Risiko.

Im Vordergrund steht hierbei das Geld und das Risiko so zu managen, dass sich langfristiger Erfolg einstellen kann.

Mit einem vernünftigen Money Management können Sie von Beginn an ihrer Karriere an der Börse ihr Risiko auf einem Minimum halten. Außerdem hilft Ihnen das Money Management Verluste vorzubeugen. Am besten ist dafür eine Exceltabelle geeignet, welche schon mit den passenden Formen ausgestattet ist.

Dann können die Daten die benötigt werden per Mausklick berechnet werden. Grundlegend kann man das Money Management in vier einfache Schritte unterteilen.

Wie bestimmen Sie die Höhe des Kapitals?

Als erstes sollten Sie eine Summe bestimmen mit der sie an der Börse tätig werden wollen. Danach sollten Sie sich überlegen wo rein sie ihr Kapital investieren wollen. Hierbei gilt zu beachten, dass sie nicht ihr ganzes Kapital für Aktien ausgeben sollten, sondern auch in Anleihen, Immobilien usw. investieren sollten.

Außerdem ist eine Geldreserve zu empfehlen, da sich immer wieder unerwartete Kaufgelegenheiten ergeben beziehungsweise es immer zu unerwarteten Ausgaben im privaten Bereich kommen kann. Für solche Momente sollten Sie eine Reserve besitzen und nicht auf ein Kredit spekulieren.

Generell gilt, dass sie nur mit Geld an die Börse gehen sollten, welches zu 100 % ihnen gehört und auf das sie im Notfall auch verzichten könnten.

Wie kann man Verluste planen?

Um Verluste einplanen zu können müssen Sie sich erst einmal Gedanken darüber machen wie viel Verlust sie bereit wären maximal einzugehen. Wenn wir davon ausgehen, dass sie ein Börsenkapital von dreissigtausend Euro zur Verfügung haben und 20 % Verlust riskieren würde der Verlust bei sechstausend Euro liegen.

Dies können sie frei nach ihren Mitteln und nach ihrer Risikotoleranz entscheiden.

Wie viel Geld sie im Endeffekt aufs Spiel setzen liegt komplett bei Ihnen. Allerdings sollte der Kapitalerhalt stets an oberster Stelle stehen.

Wie kann ich das Risiko von einzelnen Aktienpositionen verringern?

Hierzu müssen Sie sich erst einmal selber Gedanken darüber machen, wie viel Risiko sie maximal pro Aktienposition einzugehen bereit sind. Dazu sollten Sie ein maximales Risiko pro Position festlegen.

Dies ist natürlich daran geknüpft wie risikofreudig sie als Person sind. Planen sie zum Beispiel fünf verschiedene Aktien zu kaufen und legen ein maximales Risiko pro Position von einem Prozent fest, liegt ihr Gesamtrisiko bei 5 %.

Analog dazu würde ihr Gesamtrisiko bei 10 % liegen, wenn sie ein maximales Risiko pro Position von 2 % festlegen oder aber zehn Aktienpositionen mit einem maximalen Risiko pro Position von einem Prozent festlegen. Dies ist eine Möglichkeit um das Risiko vorab zu begrenzen.

Wie viele Aktien sollten Sie pro Position kaufen?

Dies kann man am einfachsten anhand eines Beispiels erklären. Kaufen Sie zum Beispiel eine Aktie im Wert von fünfzig Euro und legen deren Stoppkurs bei vierzig Euro fest, müssen sie anschließend noch die Werte in die richtige Formel einsetzen.

Mathematisch kann man sagen, dass die Anzahl der Aktien gleich dem maximalen Risiko pro Position durch das Ergebnis aus aktueller Kurs mal 1,018 minus dem Stoppkurs mal 0.982 ist.

Dabei sind die beiden Multiplikation in Klammern zu setzen. In dieser Formel sind sowohl die Gebühren, als auch eventuell schlechtere Ausführungen mit einberechnet, da es häufiger vorkommt, dass die Aktien nicht zum Stoppkurs, sondern leicht schlechter verkauft werden.


Comments are closed